USA

In der HipHop-Szene wächst die Gewaltbereitschaft

Rap und die Macht der Fäuste

Die US-Amerikaner wissen es schon lange, seit Wochen nun geistert es auch durch die deutschen Medien: HipHop macht gewalttätig. In der Tat scheinen einige Beispiele darauf hinzuweisen. So tourt Dr. Dree nur noch mit Polizeipiepser am Schienbein und Bewährungshelfer an seiner Seite. Er konnte es nicht lassen, wiederholt Leuten seine Ablehnung spüren zu lassen, indem er sie krankenhausreif schlug. Einer Fernsehmoderatorin, die die falschen Fragen stellte, brach er den Arm, bei jemand anderem mußte der Kiefer dran glauben.

Ein Ende der Gewalt ist auf Haiti nicht abzusehen

Staatsterror

Bewaffnete Zivilisten, unterstützt von Sicherheitskräften, stürmten in Port-au-Prince eine Armensiedlung, brannten 200 Hütten nieder und ermordeten vier Personen. Das Viertel galt als Bastion der Anhänger des 1991 weggeputschten Aristide.

Halbherzige Vorschläge der UNO und der USA

Minen-Pause?

Schon lange strebt eine internationale Kampagne ein grundsätzliches Verbot der Herstellung, des Exports und der Anwendung von Landminen an. In der UNO liegt nun ein freilich stark abgeschwächter Vorschlag vor, der zumindest die Mitgliedsstaaten dazu aufzufordern soll, "auf den Export solcher Waffen zu verzichten".

Vorschlag der Weltbank: 100 Dollar gegen den Hunger

Zynisch

Gestern begann in Washington eine Welthunger-Konferenz der Weltbank. Ein Treppenwitz der besonderen Art: Die Institution, die den Hunger in der Welt maßgeblich mitproduziert hat, will ihn nun überwinden. Jeder Dritte auf der Erde lebt heute in Armut, eine Milliarde Menschen hungern.

Interview mit Prof. Horst-Jürgen Schwartz, engagiert in der Kampagne "Milch für Kubas Kinder":

Tierhaltung künftig mit eigenen Ressourcen

Prof. Horst-Jürgen Schwartz, Professor für Agrarwissenschaften an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin, betreut ein "Pilotprojekt zur Verbesserung der weideunabhängigen Milchproduktion in der Provinz Havanna". Dieses Unternehmen, das im Rahmen der Kampagne "Milch für Kubas Kinder" von "Cuba Sí" initiiert wurde, soll über die dringend notwendige Soforthilfe hinausweisen und Perspektiven für die von der USA-Blockade schwer getroffene kubanische Landwirtschaft aufzeigen helfen. Um das Projekt zu begleiten, fährt Prof. Schwartz drei- bis viermal im Jahr auf die Karibikinsel.

NAFTA verabschiedet - Unternehmer glücklich

Pyrrhussieg?

Bill Clinton hat gesiegt, auch gegen seine Demokraten, die mehrheitlich gegen das NAFTA-Abkommen votierten. Und die Folgen des Freihandelsabkommens für die "Verbraucher", wie die 360 Millionen Einwohner der betroffenen Länder USA, Kanada und Mexiko genannt werden? Die Befürworter vertraten die Position der multinationalen Konzerne. Der Multimilliardär Ross Perot, Sprachrohr der NAFTA-Gegner in den USA, agitierte hingegen mit einem populistischen "Amerika zuerst"-Diskurs, der den Kreisen des protektionistischen US-Kapitals und den Ängsten der "kleinen Leute" entsprach.

Spätes Urteil

Sieben Jahre soll der Ex-Chef der berüchtigten ehemaligen chilenischen Geheimpolizei DINA, General Manuel Contreras, nun selbst ins Gefängnis. Ein Gericht in Santiago erklärte den engen Mitarbeiter von Ex-Diktator Pinochet schuldig an der Ermordung Orlando Leteliers, Außenminister unter Allende. Auch sein einstiger Stellvertreter Pedro Espinoza wurde für die Beteiligung an der Tat zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Nachdem in Nikaragua vor etwa zwei Jahren die FSLN-Regierung abgewählt wurde, schien der ersehnte Frieden gekommen zu sein

Die „Recontras“ in Nikaragua spielen mit dem Feuer

Nachdem in Nikaragua vor etwa zwei Jahren die FSLN-Regierung (nicht ohne massiven Druck der USA) abgewählt wurde, schien der ersehnte Frieden gekommen zu sein. Die Contras – bewaffnete Gegner der Regierung – sollten Land erhalten und ins zivile Leben zurückkehren, wie auch die ehemaligen Angehörigen der auf weniger als ein Drittel reduzierten, ursprünglich 96000 Mann und Frau starken Armee.