Streik

Coca Cola lässt in Kolumbien GewerkschafterInnen umbringen

Bei Streik Lebensgefahr

Jedes Jahr werden in Kolumbien mehr als 5.000 Oppositionelle umgebracht. Dabei dient der Krieg gegen die bewaffneten Aufstandsbewegungen als Vorwand, die Aktiven sozialer Bewegungen zu ermorden. Bei Coca Cola in Kolumbien haben Todesschwadrone seit 1990 etwa 120 Übergriffe auf GewerkschafterInnen verübt, darunter sieben Morde. Die Gewerkschaft der NahrungsmittelarbeiterInnen SINALTRAINAL soll zerstört werden. Mit einer internationalen Kampagne machen die GewerkschafterInnen nun auf ihre Situation aufmerksam.

La tertulia internacional

Golpe de Estado en Honduras –¿regreso al pasado?

Debate con Dario Azzellini, Pedro Morazán y Günther Maihold

In Venezuela machen Gewerkschaften und Regierungsvertreter nun tatsächlich Ernst mit der Enteignung von stillgelegten Betrieben und neuen Modellen der Arbeiterselbstverwaltung

Venezuela rüttelt an den Produktionsverhältnissen

Ende Juli 2005 erklärte der venezolanische Präsident Hugo Chávez in seiner TV-Sendung «Aló Presidente», man prüfe derzeit die Enteignung von 136 geschlossenen Unternehmen. «Die Existenz geschlossener Unternehmen verstösst gegen die nationale Verfassung; das ist genauso wie bei brach liegendem Land», sagte Chávez. Die Ankündigung erfolgte bei der Wiedereröffnung einer neun Jahre lang geschlossen Kakaofarm, die von den Arbeitern mit einem Kredit der Regierung gekauft und in die «Unión Cooperativa Agroindustrial del Cacao» verwandelt wurde.

Verlockung des Nützlichen

VENEZUELA

Besetzte Betriebe, Enteignungen und Arbeitermitverwaltung - Präsident Chávez denkt an die "Wende zum Sozialismus des 21. Jahrhunderts"
Hundertsechsunddreißig stillgelegte Betriebe würden derzeit überprüft, um sie vielleicht zu enteignen, meinte jüngst Präsident Chávez in seiner wöchentlichen TV-Sendung Aló Presidente. Brach liegende Firmen seien genauso schädlich wie brach liegendes Land.

40 Arbeiter der "Snacks America Latina" halten seit August in Barquisimeto ihren Betrieb besetzt, weil ihnen das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren verweigert wird. "Snacks America Latina ist dabei wahrlich kein kleines Unternehmen, hinter dem Namen steht der transnationale Lebensmittelkonzern „Frito Lay“ (Mexiko/USA), der die auch in Deutschland erhältlichen „Doritos“ und weiteres Knabberzeug produziert" - schreibt Dario Azzellini in seinem jw-Lesereisebericht "David gegen Goliath" (eine leicht erweiterte Fassung des Berichts in der "Jungen Welt" vom 26. Oktober 2005)

Streik für Gewerkschaftsrechte - heute schon geknabbert?

David gegen Goliath
Arbeitskampf bei Knabbermulti in Venezuela

Dario Azzellini

Die Beschäftigten von „Snacks America Latina“ am Rande der Millionenstadt Barquisimeto in Zentralvenezuela halten seit 67 Tagen, seit dem 22. August ihren Betrieb besetzt, um ihre verfassungsgemäß gegründete Gewerkschaft und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die dritte JW-Lesereise war vor Ort, um sich über den Arbeitskampf zu informieren und sich mit den Beschäftigten zu solidarisieren.

jW-Leserreise in Venezuela: Seit zwei Monaten tritt die Belegschaft von »Snacks America Latina« für eine Gewerkschaftsvertretung ein

Snacks und Klassenkampf

Die Straße vor dem Betrieb ist mit Baumstämmen, Ästen, Eisenrohren und Autoreifen versperrt. Seit über zwei Monaten halten die Beschäftigten von »Snacks America Latina« am Rande der Millionenstadt Barquisimeto in Zentralvenezuela ihren Betrieb nun schon besetzt. Vor den Werkstoren stehen einige Arbeiter Wache, andere liegen in den Lieferwagen des Unternehmens auf Matratzen und schlafen. Die Nacht war kurz. Schon um vier Uhr morgens tauchte eine Richterin auf. Zusammen mit 60 Polizisten versuchte sie, dem Zweigstellendirektor gewaltsam Zugang zum Betriebsgelände zu verschaffen.

Venezuela: Opposition verkündet Ende des Streiks ? Regierung gestärkt

Teilsieg für Chávez

Das venezolanische Oppositionsbündnis »Demokratische Koordination«, das verschiedene antichavistische Kräfte vereint, die auch den Putsch im vergangenen April unterstützten, hat offiziell das Ende des am 2. Dezember vergangenen Jahres begonnenen Streiks verkündet. Lediglich im staatlichen Erdölunternehmen soll der Streik fortgesetzt werden.

Trotz Streik, Sabotage und Medienpropaganda hält die venezolanische Regierung durch

Knapp am Referendum vorbei

„Uh, ah, Chávez no se va!” (Chávez geht nicht!) skandierten seine AnhängerInnen auf einer Demo Ende Januar in Caracas. Seit zwei Monaten agitieren rechte Gewerkschaften, Großunternehmer, traditionelle Parteien und Teile des Militärs gegen den populär-populistischen Präsidenten und sein „Bolivarianisches Projekt“. Doch Chávez ist zäh, seine UnterstützerInnen ebenso und die Opposition muss sich mittlerweile so manche Niederlage eingestehen.

Von Dario Azzellini

Interview mit Rodrigo Chaves, nationaler Koordinator der Bolivarianischen Zirkel

Unser Kampf ist weltweit

Seit Dezember letzten Jahres sind selbst in den Medien hierzulande regelmäßig Bilder vom Streik der Opposition in Venezuela zu sehen. In oft sehr verkürzter Form wird dabei die Regierung Chávez dargestellt und verschwiegen, dass auch ihre AnhängerInnen massiv auf der Straße sind. Über die Hintergründe des „Bolivarianischen Projektes“, das seit dem Amtsantritt von Chávez angelaufen ist und das von den Einen vehement verteidigt und von den Anderen glühend gehasst wird, berichtet folgendes Interview.

Venezuela: Gegner des Präsidenten wollen ihre »Protestaktionen« weiter verschärfen

Drohungen gegen Chávez

Die Anfang Dezember letzten Jahres von der Opposition begonnenen Proteste gegen den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez sollen weiter verschärft werden. Nachdem die Gegner des Staatschefs zunächst angekündigt hatten, alle Steuerzahlungen zu verweigern, schlug der Sprecher des rechten Gewerkschaftsverbandes CTV, Carlos Ortega, nun vor, einen Boykott der Strom- und Wasserzahlungen in die Wege zu leiten.