Sozialismus

Hugo Chávez gewinnt Wahl um Wahl und arbeitet weiter mit Erfolg daran, die Demokratie an der Basis zu verankern.

Lokale Räte-Republik Venezuela

Sein neuerlicher Wahlsieg hat es gezeigt: Besonders bei den ärmeren Teilen der Bevölkerung wächst die Zustimmung zu Hugo Chávez, seit 1999 Präsident Venezuelas, weil gerade die »kleinen Leute« von den zahlreichen Sozialprogrammen der Regierung und den Möglichkeiten zur direkten Teilhabe an staatlichen Entscheidungen profitieren.

Las Quintas – ein Kiez im Armenstadtteil Artigas in Venezuelas Hauptstadt Caracas.

Chávez-Anhänger feiern in Venezuela den Wahlsieg ihres Idols

»Bessere Welt ist möglich«

»Venezuela beweist, dass eine neue und bessere Welt möglich ist«, rief Venezuelas Präsident Hugo Chávez vom »Balkon des Volkes« des Regierungspalastes Miraflores wenige Minuten nach Bekanntgabe seines Wahlsieges Zehntausenden Anhängern zu.

Eine Wiederwahl des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez am Sonntag gilt als sicher / Chavez steht für die Revolution, sein Gegner für Wählerkauf

Sozialismus oder Geldkarte

Eine Überraschung bei den Präsidentschaftswahlen in Venezuela am Sonntag wird es sicher nicht geben. Dafür ist der Rückhalt für Präsident Hugo Chavez im Volk viel zu groß.

Revolution Bolivarienne

La „Revolution Bolivarienne“ a l’epreuve de urnes et de faits

Huit ans de pouvoir n'ont pas usé Hugo Chávez. Le leader de la gauche latino-américaine devrait obtenir dimanche un nouveau mandat. Du «bolivarisme» au «socialisme du XXIe siècle», aperçu d'un phénomène qui bouleverse les rapports de force au sud du Rio Grande.

Entrevista Exclusiva a Dario Azzellini - Primera parte

"Hacer una copia al revés de CNN, no es hacer comunicación de izquierda"

El presidente Hugo Chávez está planteando, en su gira por el Continente Asiático, un nuevo orden mundial ¿Creés que ese orden ya está vigente en Venezuela o es una meta hacia donde se quiere ir?
En Venezuela están sentadas las bases constitucionales, jurídicas y sociales para avanzar hacia un posible socialismo.

Die Regierung Hugo Chávez hat Bildung zum Staatsziel erklärt. Bekämpfung des Analphabetismus und Ausbildung von Fachkräften zur Unterstützung des Transformationsprozesses. Ein Vorabdruck aus »Venezuela Bolivariana. Revolution des 21. Jahrhunderts?«

Die Ethik des Kollektiven

Ein kostenloses öffentliches Schulsystem existierte in der Zeit vor der Chávez-Regierung nur auf dem Papier, de facto erhoben die öffentlichen Schulen individuell festgelegte Schulgebühren, um so die staatlichen Finanzierungslücken zu stopfen. So liegt ein besonderer Schwerpunkt der Regierungsprogramme im Bildungsbereich. Laut Artikel 102 der neuen Verfassung ist Bildung »ein Menschenrecht und eine fundamentale soziale Pflicht«. Die Verfassung legt zudem die Verpflichtung des Staates fest, ein öffentliches und kostenloses Bildungswesen aufzubauen, das nicht privatisiert werden darf.

In Venezuela machen Gewerkschaften und Regierungsvertreter nun tatsächlich Ernst mit der Enteignung von stillgelegten Betrieben und neuen Modellen der Arbeiterselbstverwaltung

Venezuela rüttelt an den Produktionsverhältnissen

Ende Juli 2005 erklärte der venezolanische Präsident Hugo Chávez in seiner TV-Sendung «Aló Presidente», man prüfe derzeit die Enteignung von 136 geschlossenen Unternehmen. «Die Existenz geschlossener Unternehmen verstösst gegen die nationale Verfassung; das ist genauso wie bei brach liegendem Land», sagte Chávez. Die Ankündigung erfolgte bei der Wiedereröffnung einer neun Jahre lang geschlossen Kakaofarm, die von den Arbeitern mit einem Kredit der Regierung gekauft und in die «Unión Cooperativa Agroindustrial del Cacao» verwandelt wurde.

Verlockung des Nützlichen

VENEZUELA

Besetzte Betriebe, Enteignungen und Arbeitermitverwaltung - Präsident Chávez denkt an die "Wende zum Sozialismus des 21. Jahrhunderts"
Hundertsechsunddreißig stillgelegte Betriebe würden derzeit überprüft, um sie vielleicht zu enteignen, meinte jüngst Präsident Chávez in seiner wöchentlichen TV-Sendung Aló Presidente. Brach liegende Firmen seien genauso schädlich wie brach liegendes Land.

40 Arbeiter der "Snacks America Latina" halten seit August in Barquisimeto ihren Betrieb besetzt, weil ihnen das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren verweigert wird. "Snacks America Latina ist dabei wahrlich kein kleines Unternehmen, hinter dem Namen steht der transnationale Lebensmittelkonzern „Frito Lay“ (Mexiko/USA), der die auch in Deutschland erhältlichen „Doritos“ und weiteres Knabberzeug produziert" - schreibt Dario Azzellini in seinem jw-Lesereisebericht "David gegen Goliath" (eine leicht erweiterte Fassung des Berichts in der "Jungen Welt" vom 26. Oktober 2005)

Streik für Gewerkschaftsrechte - heute schon geknabbert?

David gegen Goliath
Arbeitskampf bei Knabbermulti in Venezuela

Dario Azzellini

Die Beschäftigten von „Snacks America Latina“ am Rande der Millionenstadt Barquisimeto in Zentralvenezuela halten seit 67 Tagen, seit dem 22. August ihren Betrieb besetzt, um ihre verfassungsgemäß gegründete Gewerkschaft und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die dritte JW-Lesereise war vor Ort, um sich über den Arbeitskampf zu informieren und sich mit den Beschäftigten zu solidarisieren.

jW-Leserreise in Venezuela: Seit zwei Monaten tritt die Belegschaft von »Snacks America Latina« für eine Gewerkschaftsvertretung ein

Snacks und Klassenkampf

Die Straße vor dem Betrieb ist mit Baumstämmen, Ästen, Eisenrohren und Autoreifen versperrt. Seit über zwei Monaten halten die Beschäftigten von »Snacks America Latina« am Rande der Millionenstadt Barquisimeto in Zentralvenezuela ihren Betrieb nun schon besetzt. Vor den Werkstoren stehen einige Arbeiter Wache, andere liegen in den Lieferwagen des Unternehmens auf Matratzen und schlafen. Die Nacht war kurz. Schon um vier Uhr morgens tauchte eine Richterin auf. Zusammen mit 60 Polizisten versuchte sie, dem Zweigstellendirektor gewaltsam Zugang zum Betriebsgelände zu verschaffen.