Kolumbien

Rechtsextreme AUC will Gespräche mit der Regierung aufnehmen

Uribe ebnet Paramilitärs den Weg

Die offizielle Annäherung zwischen Regierung und Paramilitärs in Kolumbien nimmt nach der Ernennung einer sechsköpfigen Regierungskommission für Sondierungsgespräche in der vergangenen Woche konkrete Formen an. Der Schritt wurde von dem rechtsextremen Paramilitär-Dachverband AUC begrüßt. Der Großteil der geschätzten 10 500 kolumbianischen Paramilitärs, vereint in der AUC, hatte ab dem 1. Dezember einen Waffenstillstand angekündigt.

Paramilitärs wollen zukünftig lieber legal morden

Klimawechsel mit Gänsehaut

Und jetzt soll alles anders werden. Kolumbiens paramilitärische Verbände, mehrheitlich vereint in der Dachorganisation AUC, verkündeten zum 1. Dezember einen einseitigen Waffenstillstand. Insgesamt schlossen sich 95% der kolumbianischen Paramilitärs an.

Nach Waffenstillstand legale Integration der Paramilitärs in Verteidigungsstruktur befürchtet

Straffreiheit als Ziel

Der Großteil der rechtsextremen kolumbianischen paramilitärischen Verbände, vereint in der Dachorganisation AUC, kündigte einen einseitigen Waffenstillstand ab dem 1. Dezember an. Der Initiative der Gruppen unter Führung der Großgrundbesitzer und Drogenunternehmer Carlos Castaño und Salvatore Mancuso, die etwa 80 Prozent der Paramilitärs des Landes ausmachen, schlossen sich auch weitere Verbände an, so daß nun insgesamt 95 Prozent der Paramilitärs dem Vorschlag eines Waffenstillstandes zustimmen.

Colombia en la global: Agenda Ciudadana Para La Paz

Los movimientos sociales globales hoy

Debo comenzar por decir que tengo lazos profundos con Colombia, aunque la vez pasada que estuve en Colombia fue en el año 1994. Cuando hoy por la mañana me entrevistan, me preguntaron qué pienso de los cambios durante los últimos años. Contesté que me parece muy triste, pero que en Colombia, mañana es siempre peor que hoy, desde hace casi un siglo.

Rechtsextremer Uribe Vélez erobert Macht in Kolumbien

Präsident der Paramilitärs

Der rechtsextreme Kandidat Alvaro Uribe Vélez ging mit etwa 53% der Stimmen als klarer Sieger aus den kolumbianischen Präsidentschaftswahlen am 26. Mai hervor. Da er bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte, muss er nicht einmal in die Stichwahl gehen. Weit abgeschlagen an zweiter Stelle befindet sich der offizielle Kandidat der Liberalen Partei, Horacio Serpa Uribe, mit etwa 32%. An dritter Stelle folgte der linke Einheitskandidat Lucho Garzón mit etwa 6,2%.

Rechtsradikaler wird Präsident

Kolumbien auf dem Weg in den totalen Krieg?

Der rechtsextreme Kandidat Àlvaro Uribe Vélez ging mit etwa 53% der Stimmen als klarer Sieger aus den kolumbianischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag, dem 26. Mai, hervor. Da er bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte, muss er nicht einmal in die Stichwahl gehen.

KOMMENTAR Wahlen in Kolumbien

Hardliner auf Siegeskurs

Dem rechtsradikalen Àlvaro Uribe Vélez werden nach jüngsten Meinungsumfragen bei den Präsidentschaftswahlen kommenden Sonntag in Kolumbien 49 Prozent der Stimmen prophezeit. Danach würde er zwar in der ersten Runde die absolute Mehrheit knapp verfehlen; dass er jedoch bei der dann fälligen Stichwahl endgültig den Sieg davonträgt, ist jetzt schon klar. Wie lässt sich die Konkurrenzlosigkeit dieses Bewerbers, mit dem Kolumbiens innere Konflikte absehbar verschärft werden, erklären?

Coca-Cola unter Anklage

Coca-Cola und die Gewerkschaften

Die kolumbianische Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal verlor während der vergangenen acht Jahre sieben ihrer in verschiedenen Coca-Cola-Werken aktiven Gewerkschaftsführer. Sie wurden, meist im Umfeld von Streiks, von paramilitärischen Todesschwadronen entführt, gefoltert und ermordet. Im vergangenen Jahr reichte Sinaltrainal in den USA eine Klage gegen den Konzern ein. Viele Unternehmen gehören zu den Finanziers der rechtsextremen Paramilitärs, die den Betriebsfrieden mit Waffen durchsetzen.

Auf das Vorrücken der kolumbianischen Armee in die ehemals entmilitarisierte Zone antwortet die Guerilla mit Attacken im ganzen Land

Bomben auf den Caguán

Seit der kolumbianische Präsident Andrés Pastrana am 20. Februar den Abbruch der Gespräche mit der Farc verkündete, wechseln sich im Caguán Luftbombardements und vorrückende Armee-Truppen ab. Militäreinheiten besetzten die fünf Kreisstädte der Region, aus denen sich die Farc bereits zurückgezogen hatte. Die 200 000 Einwohner des Caguán fürchten nun Repressalien der Streitkräfte und der Paramilitärs. Die Armee will die Region noch weitere sechs Wochen bombardieren, während für die gesamte Operation sechs Monate veranschlagt werden.

Verschärfung des Krieges

Kolumbien

Nur wenige Stunden nachdem der kolumbianische Präsident Andrés Pastrana in einer "Ansprache an die Nation" in der Nacht vom 20. auf den 21.Februar den endgültigen Abbruch der Gespräche mit der FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) und die Annullierung der 42000 qkm großen entmilitarisierten Zone unter Kontrolle der Guerilla im Caguán angekündigt hatte, begann die kolumbianische Luftwaffe die Region zu bombardieren. Nach den Bombardements besetzten Militäreinheiten die fünf Kreisstädte der Region, aus denen sich die FARC bereits zurück gezogen hatte.