Italy

Interview mit Chiara Cassurino (Genua) und Federico Martelloni (Bologna)

Die "Tute Bianche" = Weisse Overalls

Wann, wie und warum sind die \"tute bianche\" entstanden?

Interview mit Chiara Cassurino und Federico Martelloni

Die "Tute Bianche" = Weisse Overalls

Wann, wie und warum sind die "tute bianche" entstanden?

DREI MONATE IM LEBEN VON NERUD GASHI

Die Unschuldigen bezahlen

Aufgeschrieben von Dario Azzellini

Der Krieg ist für sie nicht vorbei Genau weiss man nicht, wie viele Roma aus dem Kosovo nach Italien geflohen sind. Sicher ist nur, dass für die meisten von ihnen die Flucht weitergehen wird.

Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo in Süditalien

Seit dem Ende der Bombardierung Jugoslawiens registrierten die italienischen Behörden über 12 000 Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo, die sich nach Italien durchgeschlagen haben. Viele weitere, ist anzunehmen, schafften es, an den massiven Kontrollen der Polizei und der Küstenwache vorbeizukommen. Auf der Flucht erst vor der serbischen Armee und den Paramilitärs, dann vor der Kosovo-Albanischen Befreiungsarmee (UCK) haben die meisten von ihnen alles verloren. Eine Rückkehr scheint vorerst ausgeschlossen.

Mit dieser Frage beschäftigten sich auch kritische Linke aus den drei großen westeuropäischen Ländern, die unlängst auf Einladung des Internationalismus-Referats des Bildungswerks in Berlin weilten.

Wie links sind die Regierungen in Frankreich, Großbritannien und Italien, die unterdessen jeweils über ein Jahr im Amt sind?

Frankreich: Jospins Drahtseilakt
Mogniss Abdalla : Das Kapital ist zufrieden

Mogniss Abdallah arbeitet in Paris in der linken Medienagentur »Agence IM’Média« Er unterstützt die Bewegung der »Sans Papier«, der papierlosen Einwanderer, und veröffentlichte zuletzt eine Untersuchung über das Verhältnis zwischen »Sans Papier« und Erwerbslosen.

Aus welcher Stimmung heraus und mit welchen Hoffnungen wurde die Jospin-Regierung gewählt?

Die geheime Terrororganisation der NATO

Gladio in Italien

Gladio

In Europa gibt es ein geheimes Terror-Netzwerk unter den Namen "Gladio" (Kurzschwert), "Schweigenetz" oder "stay behind". Gladio ist der Nato unterstellt und verfügt seit den fünfziger Jahren über ganz Westeuropa umspannende paramilitärisch-nachrichtendienstliche Organisationsstrukturen mit dem Ziel, im Kriegsfall Sabotage- und Terrorakte zu planen und durchzuführen. Diese Geheim-Armee wurde für den Partisanenkampf ausgebildet, legte Waffendepots und Munitionslager an, wurde mit modernsten Kommunikationsmitteln ausgerüstet und von einer geheimen Nato-Zentrale in Brüssel koordiniert.

Kommunisten und radikale Linke in Italien. Folge III: Der bewaffnete Kampf

Die bleierne Zeit

In Genua war bereits im Oktober 1969 die bewaffnete Gruppe „22. Oktober“ als Reaktion auf die Kämpfe 1968/69 entstanden. Sie hatte die „Auslösung eines revolutionären Partisanenkrieges“ zum Ziel. Um den Großverleger Feltrinelli bilden sich, kurz nach dem Mailänder Anschlag, die Partisanenaktionsgruppen GAP. Sie versuchen an die Tradition der Partisanen anzuknüpfen und vertreten ein klassisches Guerillakonzept. Im November 1970 entstehen die Roten Brigaden (BR) aus Teilen der Organisation „Proletarische Linke“ und der Einheitsbasiskomitees (CUB) der Mailänder Fabriken.

Kommunisten und radikale Linke in Italien. Folge II: Die sechziger Jahre

La Lotta Continua

In den Kämpfen vom Juni/Juli 1960 in Genua war der Dissens zur klassenversöhnlerischen und abwiegelnden Haltung der Italienischen Kommunistischen Partei (PCI) deutlich zu Tage getreten. Dabei waren Jugendliche als besonders militant aufgefallen. Die Medien nannten sie die „Jugendlichen mit den gestreiften Trikots“. Die Bezeichnung machte deutlich, daß sie keine Arbeiter waren, zeugte aber auch von der Unfähigkeit, sie einzuordnen. Diese Generation von Jugendlichen war geprägt von einer Unzufriedenheit mit den rigiden Normender italienischen Nachkriegsgesellschaft.

Kommunisten und radikale Linke in Italien. Folge I

Die verratene Resistenza

Während der letzten 13 Wochen stand hier eine Serie von Gerhard Feldbauer über die neuere Geschichte Italiens. Der Autor konzentrierte sich auf eine Darstellung die, mit kleinen Abweichungen, als die offizielle Geschichtsschreibung der PCI (KP Italiens) bezeichnet werden kann. Es entstand der Eindruck als wäre die italienische Geschichte der Nachkriegszeit im wesentlichen von den zwei Polen Faschisten, natürlich in Zusammenarbeit mit dem CIA, und PCI bestimmt worden. Die PCI hat dabei nach Feldbauer immer sehr umsichtig gehandelt, während sich links von ihr, grob vereinfacht, nur Provokateure und vom CIA gesteuerte Gruppen befanden. Dabei waren die italienische Gesellschaft und ihre Dynamiken durchaus vielfältiger als bei Feldbauer dargestellt.
In drei Teilen sollen daher nun vor allem die staatstragende Rolle der PCI, das Verhältnis Basis-Überbau in der Partei und die von Feldbauer falsch dargestellten Aktivitäten der Neuen Linken beleuchtet werden. ...

ND-Serie AUSLÄNDER IN DEUTSCHLAND: Die ITALIENER der zweiten Generation haben große Identitätsprobleme

Giovannis Eltern kamen aus dem Mezzogiorno

Giovanni lacht, "Zurück? Wohin denn zurück?", fragt er, "Ich bleibe hier - wo soll ich denn sonst hin?". Giovanni ist 24, in Wiesbaden geboren und besitzt einen italienischen Paß. Seine Eltern kamen Anfang der 60er Jahre aus einem kleinen Dorf in Kalabrien nach Deutschland. Sie wollen nun, nachdem sie das Rentenalter erreicht haben, im nächsten Jahr wieder zurück in ihr Dorf.