Alle deutschsprachigen Beiträge

Paramilitarismus in Venezuela. Teil II (und Schluß). Aufbau zweier Fronten im Westen und im Osten des Landes.

Caracas im Visier

Nach ihrer angeblichen Demobilisierung in Kolumbien im Jahr 2003 begannen die Paramilitärs, massiv nach Venezuela einzusickern. Von den Grenzgebieten aus hatten sie sich zunächst im Gebiet des Andenkorridors im Nordwesten Venezuelas ausgebreitet. Sogar logistische Zentren zur Unterstützung der konterrevolutionären Aktivitäten einschließlich der Anwesenheit ausländischer Spezialisten soll es in der Region geben. Militärstrategischer Logik folgend wird nach dem Andenkorridor die Paramilitärpräsenz im Zentrum, also in Caracas und dem angrenzenden Bundesstaat Miranda, gestärkt.

Jahrbuch Denknetz 2008: Eine andere Welt. Nach der Entzauberung des Kapitalismus

Soziale Bewegungen, politische Macht und Transformation in Venezuela

Eine andere Welt

Eine andere Welt. Ist sie nötig? "Mit Verlaub, nein", lautet in der Regel der Einwand, "die reale Welt ist die beste aller Welten, nur in ihr sind Freiheit und Wohlstand möglich." Das Lob des Bestehenden ist eine Konstante gesellschaftlicher Herrschaft, und doch lohnt die Analyse ihrer Mutationen. So versprachen die Verfechter des Kapitalismus lange Zeit, dieser müsse sich nur richtig entfalten, bevor seine Segnungen alle erreichen könnten.

Paramilitarismus in Venezuela. Teil 1: Strategien der Contras und ihre Anschläge.

Tod aus Kolumbien

Venezuela steht wegen seiner großen Rohstoffreichtümer im Blickpunkt der Vereinigten Staaten. Aber das besondere Augenmerk der Hegemonialmacht gilt dem bolivarischen Prozeß in Venezuela, denn das Land spielt eine wichtige Rolle bei der Integration des Kontinents und der damit verbundenen Möglichkeiten für fundamentale Veränderungen, die Venezuelas internationale Politik anderen Ländern eröffnet. ...

Dario Azzellini zum Beitrag „Das Ende des Bürgerkrieges“, WeltTrends Heft 4/2008 (Nr. 61)

Kolumbien kontrovers

Ich bin geradezu schockiert bin über den Beitrag "Das Ende des Bürgerkrieges" von Ralf Juan Leiteritz, der tendenziös ist, viele Fakten unterschlägt und keine "ausgewogene Einschätzung" ist, wie es der Autor vorgibt. Hier einige der zu kritisierenden Punkte:

Von der repressiven zur partizipativen und protagonistischen Demokratie

Der bolivarianische Prozess in Venezuela

Kampf um Teilhabe

Gesellschaftliche Teilhabe muss stets neu erstritten werden. In diesem Band wird der Frage nachgegangen, mit welchen Strategien Gewerkschaften und soziale Bewegungen den sich wandelnden kapitalistischen Verhältnissen begegnen.

Drogenmafia, Militarisierung und Repression in Mexiko

Destabilisierung eines Landes zur Stabilisierung neoliberaler Politik - eine Strategie?

Drogenkrieg in Mexiko, 2008 mehr als 3000 Opfer, parallel dazu eine Militarisierung und Paramilitarisierung bisher nicht gekannten Ausmaßes.
Offiziell begründet Präsident Calderon das als Elemente einer notwendigen Sicherheitspolitik zum Besten der mexikanischen Gesellschaft. Gleichzeitig sind sowohl Armee als auch Polizei und andere staatliche Stellen tief in die Drogen- und andere schmutzige Geschäfte verstrickt. Auch der Präsident selbst steht schon längst unter diesem Verdacht. Außerdem wächst die Zahl von ermordeten und verschleppten Zivilisten, die nicht im Zusammenhang mit Drogenhandel, häufig jedoch mit sozialen und politischen Bewegungen stehen.

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Der Transformationsprozess in Venezuela stößt an Grenzen

Basisbewegung oder Staat?

Der Militär Chávez ist der Hoffnungsträger der sozialen Bewegung in Venezuela. Seine Rolle ist aber ambivalent. Einerseits stützt er die zunehmende Macht der Basisarbeit. Anderseits scheint Chávez ihr alleiniger Garant der Beteiligung und schwächt so die Selbstorganisation wieder. Klientelistische Strukturen, wachsende Korruption und das gescheiterte Verfassungsreferendum zeigen die Grenzen des jetzigen Transformationsprozesses auf.

Interview mit Dario Azzellini

Bolivien: Autonomie für die Reichen

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Weltwende 1968? Ein Jahr aus globalgeschichtlicher Perspektive

Das lange italienische 1968

Das lange italienische 1968

»Der Spiegel: Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung ... Adorno: Mir nicht.«

Dienstleistung Krieg

Die neuen Söldner

Bezahlte Erbringer von militärischen Dienstleistungen, Söldner genannt, sind in der Kriegsgeschichte nicht unbekannt. Mit der Erfindung der Privaten Militärunternehmen, der Private Military Contractors (PMC) und Private Security Contractors (PSC) Anfang der 1990er Jahre wurde das Geschäft allerdings in den vermeintlich »sauberen« Wirtschaftsbereich überführt. Somit können die Unternehmen offen rekrutieren und ihre Dienstleistungen auf dem Weltmarkt anbieten.
Die Industrie der neuen Söldner hat sich in den vergangenen 20 Jahren weltweit entwickelt und PMC und PSC aus den USA, Großbritannien, Israel, Frankreich, Deutschland, Australien, Russland, Rumänien, Bulgarien und anderen Länder bieten Dienstleistungen jeder Art an. Hoch professionelle Unternehmen aus den USA und Großbritannien stellen jedoch mehr als 70 Prozent der Militärdienstleistungen rund um den Globus zur Verfügung.2 Sie kommen vor allem im Irak und Afghanistan, aber auch in Kolumbien, Somalia, Sudan und anderen Ländern zum Einsatz ...

Wiederverstaatlichung der Erdöl- und Erdgasressourcen

Lateinamerikanischer Petro-Sozialismus

In den vergangenen Jahren sind in Venezuela, Bolivien und Ecuador Linksregierungen gewählt worden, die eine Wiederverstaatlichung der Erdöl- und Erdgasressourcen ihrer Länder zu ihrem wichtigsten Projekt erklärt haben. Mit dieser Politik verfolgen sie das Ziel, die Kontrolle über die Rohstoffe zurückzugewinnen und die daraus resultierenden Mehreinnahmen für die eigene Entwicklung zu nutzen. Darüber hinaus setzt Venezuela seinen Ölreichtum auch zur lateinamerikanischen Integration ein. Dieses Ansinnen weist durchaus Ähnlichkeiten mit der europäischen Montanunion der 50er Jahre auf.

Die Bolivarische Revolution im Blickpunkt imperialer Geopolitik

Venezuela am militärischen Kreuzweg

Die Bolivarische Revolution in Venezuela befindet sich im Blickpunkt der imperialen Geopolitik Washingtons. Der unermessliche Erdölreichtum, der in seiner Erde ruht, macht das karibische Land zu einer geschätzten Beute für die Gier der ersten Weltwirtschaft, die sich in hohem Maße von Erdöl ernährt. Und auf der anderen Seite stellen der Umwälzungsprozess, den die venezolanische Gesellschaft seit dem Amtsantritt von Präsident Hugo Chávez erlebt und das „schlechte Beispiel“, das dieser Prozess für die Nachbarn der Region darstellt – die schon begonnen haben, sich in einem autonomen und antiimperialistischen Projekt wie dem ALBA zusammenzuschließen – Situationen dar, die das Weiße Haus dringend umkehren möchte.

Termine: 

Veranstaltungen 2007

Zürich/CH, Samstag, 24. November 2007, 10:15 Uhr – 16:45 Uhr:

Venezuela – Demokratie oder autoritärer Staat?

Fachtagung des Denknetz Otro Mundo. Mit Dario Azzellini und Walter Suter

Begriff der Zivilgesellschaft besitzt keinerlei analytische Trennschärfe mehr

Konstituierende Macht statt Zivilgesellschaft

„Ich glaube an die schöpferischen Kräfte des Volkes“
„creo en los poderes creadores del pueblo“
Aus dem Gedicht „Credo“ von Aquiles Nazoa (1920-1976)

Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität als Grundpfeiler der neuen Gesellschaft

Chávez nimmt Kurs auf Sozialismus

Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat am Mittwoch in der Nationalversammlung seinen Eid für die Amtsperiode 2007 bis 2013 abgelegt. Sein Vorhaben ist ehrgeizig: Aufbau des Sozialismus.

Venezuela: Ein revolutionärer Prozess voller Widersprüche

Transformation ohne Zentrum

Das Bemühen der deutschen Linken ist vehement, eine linke Opposition in Venezuela zu suchen. Genau das verhindert jedes Verständnis des dortigen Transformationsprozesses. So findet sich von FAZ bis taz, und bisweilen auch im ak, der gleiche bürgerliche Mainstream. Alte linke Grundsätze einer materialistischen Analyse, Betrachtung der Klassenverhältnisse und die Unzulässigkeit von Verallgemeinerungen, sind bei Venezuela schnell vergessen.

Kolumbien als Labor und der Irak als Anwendung im großen Maßstab


Die Privatisierung des Krieges

Die Privatisierung von Militärdienstleistungen ist ein weltweites Geschäft mit einem Gesamtvolumen von etwa 200 Milliarden US-Dollar. Private Militärunternehmen (PMC) bieten eine breite »Produktpalette«, die von Logistikdienstleistungen (wie etwa dem Bau und Betrieb von Militäranlagen und Gefängnissen) über strategische Elemente (wie z.B. Radarkontrolle und Überwachungsleistungen) bis hin zu offenen Kampfeinsätzen oder geheimen Militärmissionen reicht. PMC-Niederlassungen finden sich weltweit, und die Unternehmen rekrutieren ihr »Personal« zunehmend in der südlichen Hemisphäre.

ABC der Alternativen

Verstaatlichung

ABC der Alternativen

"Wir haben ins 'ABC der Alternativen' Begriffe aufgenommen, die alternative 'Weltsichten' eröffnen und für emanzipatorisches Denken und Handeln wichtig sind. Wir haben die 133 Autorinnen und Autoren darum gebeten, nach den historischen Entstehungskontexten, nach den kritischen und emanzipatorischen Potenzialen der Begriffe zu fragen.

Filmemacher und Autor Dario Azzellini über Venezuela unter dem „Commandante“

Venezuela im Chávez-Rausch

„Wir denken nicht wie der Commandante Chávez. Es ist der Commandante Chávez, der denkt wie wir“, sagt ein Arbeiter der Kakaofabrik im venezolanischen Cumaná im Film „Fünf Fabriken“ von Dario Azzellini. Der Politologe, Autor, Übersetzer und Filmemacher beschäftigt sich seit Jahren mit den Veränderungen in Venezuela unter Hugo Chávez. Der charismatische Präsident des lateinamerikanischen Landes polarisiert die Welt. Viele sehen in ihm einen neuen Che Guevara, der den Massen an armen Menschen in Südamerika neue Hoffnung bringt. Andere wiederum kritisieren ihn als autoritären Machtpolitiker.

Solidarische Ökonomie, kollektive Eigentumsformen, Enteignungen und Arbeitermit- und Arbeiterselbstverwaltung in Venezuela

Von den Mühen der Ebene...

Revolution als Prozess

Dieses Buch enthält Recherchen des Projekts MovimentoR – politische Strategien gegen den Neoliberalismus – in Venezuela. Es schärft den Blick auf den dortigen, für die europäische Linke ebenso faszinierenden wie eigenwilligen Transformationsprozess.

Revolution des 21. Jahrhunderts?

Venezuela Bolivariana

Venezuela Bolivariana

Kaum ein anderes internationales Thema wird so kontrovers diskutiert wie Venezuela: Ist Hugo Chávez ein Populist oder ein Revolutionär? Tiefgreifende Veränderung oder bloß erdölfinanzierte Sozialprogramme? 
Dario Azzellini beschreibt und analysiert in Venezuela bolivariana die ersten neun Jahre des mit der Wahl von Chávez zum Präsidenten eingeleiteten Transformationsprozesses. Sein Standardwerk von 2006 wurde für die Neuauflage rundum aktualisiert und erweitert. Der Autor legt die gesellschaftlichen Reformen dar und widmet sich den Basisbewegungen.

The coalition of the billing

Privatisierung von Militäraufgaben

Lange ist die Zeit vergangen, als die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung den Einsatzvon Söldnern durch den britischen König als "völlig unwürdig einer zivilisierten Nation" bezeichnete. Heute sind die USA der weltweit größte Nutzer von Private Military Contractors(PMCs). Ein Markt mit rasanten Wachstumsraten, der vor dem Irakkrieg global noch etwa100 Milliarden Dollar betrug und nun auf etwa 200 Milliarden angestiegen ist.
 

In einem Suchprozess gibt es auch keine Garantien

"Wenn wir nicht neu erfinden, dann irren wir"

Die seit einigen Jahren in Lateinamerika deutlich sichtbar gewordenen Transformationsprozesse sind weitaus komplexer als es viele vermeintliche Linke zu erkennen vermögen und vor allem, als es ihre Kritik zu sein vermag.

Diskussion zu Lateinamerika

"Wenn wir nicht neu erfinden, dann irren wir"

Die seit einigen Jahren in Lateinamerika deutlich sichtbar gewordenen Transformationsprozesse sind weitaus komplexer als es viele vermeintliche Linke zu erkennen vermögen und vor allem, als es ihre Kritik zu sein vermag.

Gegenwelten. Rassismus, Kapitalismus & soziale Ausgrenzung

Solidarische Ökonomie, kollektive Eigentumsformen, Enteignungen und Arbeitermit- und Arbeiterselbstverwaltung in Venezuela

Gegenwelten

Armut und soziale Ungleichheit bestimmen das Leben von immer mehr Menschen. Der Rückbau des Sozialstaates in den meisten Ländern des reichen Nordens geht Hand in Hand mit der Verweigerung sozialer Grundrechte in der Dritten Welt. In den Migrations- und Fluchtbewegungen spiegeln sich diese Entwicklungen wider: Die Schicksale von MigrantInnen erzählen uns gleichsam als Boten vom Elend der Welt. An den Grenzen der Festungen der Ersten Welt klebt das Blut von Menschen, die es nicht geschafft haben, die Grenzen zu überwinden.

Transformation des Bildungssystems in der Bolivarischen Republik Venezuela

Bildung und Hochschulbildung für alle

Der vorliegende Aufsatz analysiert die Bildungsreformen, die in Venezuela seit Antritt der Regierung unter Hugo Chávez im Februar 1999 in die Wege geleitet wurden. Nach einem kurzen historischen Überblick bis 1999 folgt eine Erörterung der grundlegenden Linien der Bildungspolitik. Daran schließt die Darstellung des neuen Modells der Escuelas Bolivarianas (Bolivarianische Schulen) an sowie der Misiones (Missionen) genannten Sonderprogramme im Bildungssektor, welche einen Schwerpunkt der Umsetzung des Anspruchs „Bildung für alle“ darstellen: Die Misión Robinson I, II und III für die Alphabetisierung und den Grundschulabschluss und die Misión Ribas für die weiterführende Schule. Darauf folgt die Beschreibung der Umsetzung der in der 1999 verabschiedeten Verfassung garantierten kostenlosen „Höheren Bildung für alle“ mittels der Misión Sucre und der Universidad Bolivariana de Venezuela (Bolivarianische Universität Venezuelas, UBV) sowie des Berufsbildungsprogramms Misión Vuelvan Caras...