Military

William J. Perry

Notlösung?

Das Kandidatenkarussell für den Posten des Pentagonchefs hat sich gedreht. Nach nicht mal einem Jahr als USA-Verteidigungsminister war Les Aspin am 15. Dezember zurückgetreten. Der daraufhin auserkorene pensionierte Admiral Inman sagte zunächst zu, dann wieder ab. Der neue Wunschminister Clintons heißt William J. Perry und war bisher stellvertretender Chef im Pentagon. Es sieht schon stark nach Verlegenheitslösung aus, wenn man nun mit der zweiten Garde aufwartet.

Michael Rose

Der Falke

Der britische Generalleutnant Michael Rose übernimmt in Kürze, so ein Sprecher der Vereinten Nationen in New York, das Oberkommando über die 12.000 UNO-Blauhelme in Bosnien. Das kommt nicht von ungefähr: Großbritannien stellt mit 2.500 Soldaten das zweitgrößte Kontingent der in Ex-Jugoslawien operierenden Schutztruppe UNPROFOR. General Rose tritt die Nachfolge des Belgiers Francis Briquemont an, der vor zwei Wochen "aus persönlichen Gründen" um seine vorzeitige Ablösung gebeten hatte.

Ein Ende der Gewalt ist auf Haiti nicht abzusehen

Staatsterror

Bewaffnete Zivilisten, unterstützt von Sicherheitskräften, stürmten in Port-au-Prince eine Armensiedlung, brannten 200 Hütten nieder und ermordeten vier Personen. Das Viertel galt als Bastion der Anhänger des 1991 weggeputschten Aristide.

Eduardito

Eigentlich stand der Wahlsieg des Christdemokraten Eduardo Frei Ruiz-Tagle bereits seit Monaten fest. Die Umfragen unter der chilenischen Bevölkerung gaben ihm 60 Prozent der Stimmen. Populär ist der 51jährige nicht zuletzt wegen seines Namens. Eduardo Frei Montalva, sein Vater, war von 1964 bis 1970 als Präsident des Landes ein halbherziger Reformer.

Spätes Urteil

Sieben Jahre soll der Ex-Chef der berüchtigten ehemaligen chilenischen Geheimpolizei DINA, General Manuel Contreras, nun selbst ins Gefängnis. Ein Gericht in Santiago erklärte den engen Mitarbeiter von Ex-Diktator Pinochet schuldig an der Ermordung Orlando Leteliers, Außenminister unter Allende. Auch sein einstiger Stellvertreter Pedro Espinoza wurde für die Beteiligung an der Tat zu sechs Jahren Haft verurteilt.

"So viele Arten von Haar"

Surinam

Nachdem im Juli dieses Jahres in Kourou die zivile Regierung Shankar mit dem Dschungelkommando der Maroons unter der Führung von Ronnie Brunswijks ein Friedensabkommen aushandelte, sah es zunächst danach aus, als würde es tatsächlich zu einer Einstellung der Kämpfe in Ost-Surinam kommen. Durch dieses Abkommen sollte den Maroons eine strukturelle Hilfe in Höhe von ca. 11 Millionen surinamesichen Gulden zugutekommen und die bewaffneten Mitglieder des Dschungelkommandos in die Reihen der Landespolizei eingegliedert werden.