Alle deutschsprachigen Beiträge

Beiträge in Mexiko verstehen

Mexiko

Mexiko verstehen

• Der Dinosaurier geht: Politik in Mexiko

• Superbarrio kämpft für Gerechtigkeit

DREI MONATE IM LEBEN VON NERUD GASHI

Die Unschuldigen bezahlen

Aufgeschrieben von Dario Azzellini

Der Krieg ist für sie nicht vorbei Genau weiss man nicht, wie viele Roma aus dem Kosovo nach Italien geflohen sind. Sicher ist nur, dass für die meisten von ihnen die Flucht weitergehen wird.

Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo in Süditalien

Seit dem Ende der Bombardierung Jugoslawiens registrierten die italienischen Behörden über 12 000 Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo, die sich nach Italien durchgeschlagen haben. Viele weitere, ist anzunehmen, schafften es, an den massiven Kontrollen der Polizei und der Küstenwache vorbeizukommen. Auf der Flucht erst vor der serbischen Armee und den Paramilitärs, dann vor der Kosovo-Albanischen Befreiungsarmee (UCK) haben die meisten von ihnen alles verloren. Eine Rückkehr scheint vorerst ausgeschlossen.

Selbstständig Beschäftigte in Berlin

Lohnarbeit macht glücklich? Selbstständige sind Kapitalisten?

Das Arbeit und Produktion seit einigen Jahrzehnten einem rasanten Wandel in Form und Inhalt unterliegen ist schon ein Allgemeinplatz. Doch die Reaktionen der Linken auf diese Veränderungen sind meist erschreckend.

Selbstständig Beschäftigte in Berlin

Wer sind sie - Motivation, soziale Sicherungen, Strategien und ihr Verhältnis zum Staat

Selbstständige Beschäftigung - Zwang oder freie Entscheidung.
Die Realität der selbstständigen Beschäftigung kann schwer auf ”Zwang oder freie Entscheidung” reduziert werden, da der Zugang zum regulären Arbeitsmarkt, sehr unterschiedlich ist. Vor allem für MigrantInnen und viele Frauen sind die Chancen eine abhängige Beschäftigung mit angemessener Bezahlung und guten Bedingungen zu finden, geringer als für Deutsche Männer. Für den überwiegenden Teil der Interviewten, Migranten und Frauen eingeschlossen, stellt die Selbstständigkeit aber dennoch eine bewusste Wahl dar. Die meisten haben sie nicht auf Grund fehlender abhängiger Beschäftigung begonnen: sie haben Erfahrungen mit abhängiger Beschäftigung und sehen in der Selbstständigkeit mehr Freiheiten.

Selbstständig Beschäftigte in Berlin

Die selbstständige Arbeit: hard skills, soft skills, Netzwerke, reale Autonomie und Interessensvertretung

Hard skills versus soft skills
Die Verschiebung des Verhältnisses zwischen streng beruflich-technischen skills und den sozialen und kommunikativen skills ist eine der augenscheinlichsten Veränderungen der Arbeit. ”Arbeit verstanden als Kommunikation zwischen Leuten, als Gespräche zwischen Menschen, ist schon der entscheidende Arbeitsprozeß.”[1] So messen die Befragten fast aller Beschäfigungen – ausser einer nur formal selbstständigen – den sozialen Kompetenzen eine hohe Bedeutung zu. 85% sind der Ansicht, dass sich ihre Arbeit nicht ohne ausüben ließe: ”Der kommunikative Aspekt ist der wichtigste Aspekt meiner Arbeit ... ich glaube in fast jeder Arbeit, aber in meiner Arbeit ist der Aspekt absolut wichtig, um überhaupt arbeiten zu können.”[2] Nahezu zwei Drittel haben sogar Schwierigkeiten in der eigenen Tätigkeit eine klare Trennung von hard und soft skills vorzunehmen. 38% der bezeichnen die kommunikativen Kompetenzen sogar als bedeutender als die technischen. Die sozialen Kontakte verwandeln sich in soziales Kapital der Selbstständigen, die Unternehmer ihrer selbst sind: ”Ich würde sagen das Verhältnis Kontakte und berufliche Qualifikationen ist 50/50... wenn ich einen neuen Job suchen müsste, wären die Kontakte die Hälfte meines Kapitals. Für die Arbeit an sich sind sie auch entscheidend, die Arbeit die ich mache lebt davon.”[3]

Selbstständig Beschäftigte in Berlin

Die selbstständig Beschäftigten als Akteure

Im Bereich der Selbstständigkeit finden sich interessante und konkrete Formen gegenseitiger Unterstützung und Kollektivität. Dies steht im Widerspruch zu dem allgemeinen Bild der Selbstständigkeit als Herd des Individualismus und der Konkurrenz. Ein Großteil der Interviewten verfügt über ein ausgeprägtes soziales und politisches Bewusstsein und favorisiert kollektive und solidarische Arbeitsformen sowie entsprechende soziale Sicherungsmodelle.

Trotz Belagerungszustand funktionieren die autonomen zapatistischen Landkreise in Chiapas

"Wir können alles selbst organisieren"

Die Zapatisten haben sich wieder zu Wort gemeldet. Am Dienstag vergangener Woche wurde die "V. Erklärung

des Lakandonischen Urwalds" des Generalkommandos des Klandestinen Revolutionären Indigena-Komitees (CCRI-CG) der EZLN veröffentlicht. In der Erklärung wird angekündigt, die EZLN werde eine Volksabstimmung über die Gesetzesinitiative der parlamentarischen Friedenskommission Cocopa durchführen.

Die Zaptistas konzentrieren sich im sechsten Jahr ihres Aufstandes auf die Forderung nach Anerkennung indianischer Rechte und Autonomie

Aufstand für Autonomie

Zum bewaffneten Marsch auf die Hauptstadt um die Regierung zu stürzen, rief die erste EZLN-Erklärung Anfang Januar 1994 die mexikanische Bevölkerung auf. Im März 1999 sind die Zaptestatistas in der Hauptstadt angekommen. Allerdings mit einer unbewaffneten Delegation von 5.000 EZLN-Delegierten, die das ganze Land bereisten, um der Forderung nach Umsetzung eines Gesetzentwurfs über indianische Rechte und Kultur mit einer Volksbefragung Nachdruck zu verleihen.

Die Zaptistas konzentrieren sich im sechsten Jahr ihres Aufstandes auf die Forderung nach Anerkennung indianischer Rechte und Autonomie

Aufstand für Autonomie

Zum bewaffneten Marsch auf die Hauptstadt um die Regierung zu stürzen, rief die erste EZLN-Erklärung Anfang Januar 1994 die mexikanische Bevölkerung auf. Im März 1999 sind die Zaptestatistas in der Hauptstadt angekommen. Allerdings mit einer unbewaffneten Delegation von 5.000 EZLN-Delegierten, die das ganze Land bereisten, um der Forderung nach Umsetzung eines Gesetzentwurfs über indianische Rechte und Kultur mit einer Volksbefragung Nachdruck zu verleihen.

Die Reise nach Morelia, dem Sitz der Verwaltung des »Autonomen Landkreises 17. November«

Unsere Männer müssen wir auch verteidigen

Die Reise nach Morelia, dem Sitz der Verwaltung des »Autonomen Landkreises 17. November«, ist beschwerlich und trotz möglicher Überfälle nachts sicherer. Offiziell existieren zwar keine »Sonderzonen« in Mexiko, doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Hunderte von Kontrollposten der Polizei, des Militärs und der Migrationsbehörden sind in Chiapas errichtet worden. In den meisten Gegenden herrscht nichterklärtes Kriegsrecht, und wer dort als »unerwünscht« gilt, kann schnell ausgewiesen werden.

Vor einem Jahr, am 22. Dezember 1997, stürmten regierungstreue Paramilitärs das kleine Dorf Acteal

Leben im Schatten der Toten

Vor einem Jahr, am 22. Dezember 1997, stürmten regierungstreue Paramilitärs das kleine Dorf Acteal im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Auf grausame Weise ermordeten sie 45 Frauen, Kinder und Männer. Die Opfer von Acteal gehörten einer Gruppe an, die sich 1993 aus Protest gegen behördliche Willkür gefunden hatte: der »Sociedad civil Las Abejas« (Bürgergesellschaft „Die Bienen“). Die Überlebenden des Massakers fristen heute ein trauriges Dasein inmitten eines militarisierten Gebiets.

Die EPR-Abspaltung ERPI aus dem mexikanischen Bundesstaat Guerrero erklärt erstmals öffentlich ihre eigene Linie

„Vorbereitung auf den Volksaufstand“

Als die Armee am vergangenen 7. Juni das Dorf El Charco im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero umstellte, beschoß und schließlich elf Personen mit einem Kopfschuß auf dem örtlichen Basketballfeld exekutierte, waren die Meldungen widersprüchlich. Die Armee behauptete, auf eine Einheit der Revolutionären Volksarmee gestossen zu sein, kurze Zeit später war von der ERPI (Revolutionäre Armee des Aufständischen Volkes) die Rede.

ERPI erklärt eigene Linie

Mexiko: Neue Guerilla will für Volksaufstand vorbereitet sein

Das exotische Urlaubsland Mexiko wird von hauseigenen Militärs als Land im Kriegszustand bezeichnet. 37 Guerillaorganisationen operieren in zwölf Bundesstaaten Mexikos. Andere Quellen sprechen sogar von bis zu 300 Organisationen. Letztendlich sind diese Zahlen aber wenig aussagekräftig, weil einige Gruppierungen verschwindend klein sind, während andere über eine breite Basis verfügen. Außerdem werden zunehmend auch bäuerliche Selbstverteidigungskomitees durch staatliche Repression in die Klandestinität gedrängt und verwandeln sich so langsam in Guerillagruppen.

Al Norte

Al Norte

„Cuidado Peligro“ - Vorsicht Gefahr, warnt in sarkastischer Weise ein Schild an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Tausende Mexikaner versuchen täglich diese Grenze zu überqueren, um der Armut zu entfliehen und in das „gelobte Land“ USA zu gelangen.

Der Skandal um Regierungssubventionen für mexikanischen Banken weitet sich aus

Wer kann, bedient sich

Der große Brösencrash Ende 1994 ist in Mexiko noch in deutlicher Erinnerung. Die Regierung hatte damals unter dem neuen Präsidenten Ernesto Zedillo rund 65 Milliarden Dollar in mexikanische Privatbanken und Unternehmensgruppen gepumpt, um deren Kollaps zu vermeiden. Die Krise schien damit zuächst behoben. Doch unklar blieb, wem die enorme finanzielle Unterstützung zugute kam.

Theorie-Wegweiser (Teil 1)

Nation: Begriffsklärung und Darstellung verschiedener Analyseansätze

"Nation", "Nationalismus", "ethnischer Konflikt" usw. sind häufig verwendete Formulierungen. Hier soll ein Überblick über verschiedene Definitionen und Analysen erfolgen. Die Darstellung bleibt auf Ansätze beschränkt, die Ethnizität als Form sozialen Handelns analysieren, da Ansätze, die sich auf biologische Erbfaktoren, "Charaktereigenschaften" etc. berufen, für Linke sicher keinen Wert darstellen.

US-Stützpunkte in der Kanalzone sollen unter den Deckmantel »Drogenbekämpfung« schlüpfen

Panama: Washington will nicht weichen

Gemäß den 1977 unterzeichneten Torrijos-Carter-Verträgen müssen alle US-Soldaten bis zum 31. Dezember 1999 Panama verlassen haben. Gleichzeitig soll die Kontrolle über den Kanal und die dortigen Militärstützpunkte in die Hände Panamas übergehen. Den USA gefällt das natürlich nicht, und sie feilschen seit Jahren um verschiedene Projekte, mit denen sie hoffen, ihre Militärpräsenz verlängern zu können.

im Gespräch mit Schorsch und Ted von den Goldenen Zitronen

Ach Deutschland, ja. Hmm ... Schwer zu sagen

dna und Ilie Nastase in Arranca!-Ausgabe 15

Ihr habt Eure neue Platte bei \"Cooking Vinyl\" in Großbritannien veröffentlicht, wieso?


Ted: Wir hatten keinen Bock auf Deutschland und wollten die deutsche Wirtschaft schwächen ... Haha!

Schorsch: Wir wollten ermöglichen, daß unsere Sachen auch außerhalb von Deutschland erhältlich sind, und das war mit SubUp schwierig.

Wo wird die neue Platte denn überall veröffentlicht?

Mexiko: EZLN will Volksbefragung durchführen

Ende des Schweigens

"Ohne die indigenen Gemeinschaften wird es weder einen Übergang zur Demokratie geben noch eine Staatsreform oder eine reale Lösung für die wichtigsten Probleme des Landes." So die EZLN in ihrer fünften Grundsatzerklärung am 11.08.98. Erst wenige Tage vorher hatte die zapatistische Guerilla mit einem Kommuniqué des Subcomandante Marcos ihr monatelanges Schweigen gebrochen, die politische Initiative erneut ergriffen - und der Regierung einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Nach neuerlichen Armee-Massakern will in Mexiko die EPR-Abspaltung ERPI "auf den Volksaufstand" vorbereitet sein

Strafe, Selbstverteidigung, Sozialismus

Als die Arme das Dorf El Charco im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero umstellte, beschoß und schließlich elf Personen per Kopfschuß auf dem örtlichen Basketballfeld exekutierte, waren die Meldungen dazu widersprüchlich.

Protestcamp ihrer Frauen vor Regierungssitz in Chiapas

Mexiko: 100 Zapatisten im Hungerstreik

Im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas sind 100 zapatistische Gefangene in den Hungerstreik getreten. Sie und ihre Angehörigen fordern unter anderem die Wiederaufnahme des Dialogs Zapatisten - Regierung.

Mit dieser Frage beschäftigten sich auch kritische Linke aus den drei großen westeuropäischen Ländern, die unlängst auf Einladung des Internationalismus-Referats des Bildungswerks in Berlin weilten.

Wie links sind die Regierungen in Frankreich, Großbritannien und Italien, die unterdessen jeweils über ein Jahr im Amt sind?

Frankreich: Jospins Drahtseilakt
Mogniss Abdalla : Das Kapital ist zufrieden

Mogniss Abdallah arbeitet in Paris in der linken Medienagentur »Agence IM’Média« Er unterstützt die Bewegung der »Sans Papier«, der papierlosen Einwanderer, und veröffentlichte zuletzt eine Untersuchung über das Verhältnis zwischen »Sans Papier« und Erwerbslosen.

Aus welcher Stimmung heraus und mit welchen Hoffnungen wurde die Jospin-Regierung gewählt?

Interview mit Eduardo Galeano

„Ich weigere mich eine Ware zu sein“

Was kommt von Links?

„Ich weigere mich eine Ware zu sein“ – Interview mit Eduardo Galeano

Die Zapatisten wollen in ganz Mexiko ein Referendum über Indigena-Rechte organisieren

Kein Schweigen im Walde

Die Zapatisten haben sich wieder zu Wort gemeldet. Am Dienstag vergangener Woche wurde die "V. Erklärung

des Lakandonischen Urwalds" des Generalkommandos des Klandestinen Revolutionären Indigena-Komitees (CCRI-CG) der EZLN veröffentlicht. In der Erklärung wird angekündigt, die EZLN werde eine Volksabstimmung über die Gesetzesinitiative der parlamentarischen Friedenskommission Cocopa durchführen.

Aufruf zu Volksbefragung findet Unterstützung

Mexiko: Schachzug der Zapatisten

Der Zeitpunkt war geschickt gewählt. Unmittelbar vor dem dreitägigen Besuch von UN-Generalsekretär Kofi Annan in Mexiko meldeten sich am Dienstag die Zapatisten mit einer politischen Initiative aus den Chiapas-Wäldern.

Umkämpfte Räume

Superbarrio

Umkämpfte Räume

In dem Buch werden Erfahrungen, Schwierigkeiten und Möglichkeiten linker Interventionen in der Stadt dargestellt. Themen sind u.a.: linke Stadt(teil)politik der Vergangenheit, Frauen(interessen) in der Stadt, städtischer Raum und Kulturalisierung, Kriminalitäts- und Bedrohungsszenarien, Vertreibung und Ausgrenzung durch eine repressive Ordnungs- und Sozialpolitik, die Debatte um "Sozialrassismus" und Rassismus.

Film zum Werdegang des revolutionären Volksheeres (EPR)

Film: Rückkehr zu den Waffen

Die oder das EPR (je nachdem ob die Übersetzung Revolutionäres Volksheer oder Revolutionäre Volksarmee lautet) ist seit ihrem Auftauchen die umstrittenste Guerilla Mexikos. Als sie am 28. Juni 1996 auf einer Gedenkfeier zum ersten Jahrestag eines durch die Polizei an Bauern der OCSS (Organización Campesina de la Sierra del Sur) in Aguas Blancas verübten Massakers erstmals in Erscheinung trat, sprach der dort anwesende Cuauhtemoc Cardenas, Gallionsfigur der größten linken Oppositionspartei Mexikos PRD, von einer Pantomime.