Interviews
Interview mit Felix Murillo, Europa-Sprecher der kolumbianischen ELN (Nationales Befreiungsheer)
"Drogenbekämpfung ist nur ein Vorwand"
Kolumbiens Regierung gibt der ELN die Schuld am Scheitern der Ge-spräche. Sie hätte plötzlich die Entmilitarisierung einiger Gebiete für die Nationale Konvention gefordert.
In den Vorvereinbarungen stand, daß die entsprechenden Rahmenbedingungen und Garantien für die Konvention geschaffen werden müssen. Wir haben das nicht genauer spezifiziert, weil wir dachten, es sei kein Problem - schließlich wurden auch für die Gespräche mit der Farc fünf Bezirke entmilitarisiert. Warum soll nicht das gleiche für die ELN gelten?
im Gespräch mit Schorsch und Ted von den Goldenen Zitronen
Ach Deutschland, ja. Hmm ... Schwer zu sagen
dna und Ilie Nastase in Arranca!-Ausgabe 15
Ihr habt Eure neue Platte bei \"Cooking Vinyl\" in Großbritannien veröffentlicht, wieso?
Ted: Wir hatten keinen Bock auf Deutschland und wollten die deutsche Wirtschaft schwächen ... Haha!
Schorsch: Wir wollten ermöglichen, daß unsere Sachen auch außerhalb von Deutschland erhältlich sind, und das war mit SubUp schwierig.
Wo wird die neue Platte denn überall veröffentlicht?
Mit dieser Frage beschäftigten sich auch kritische Linke aus den drei großen westeuropäischen Ländern, die unlängst auf Einladung des Internationalismus-Referats des Bildungswerks in Berlin weilten.
Wie links sind die Regierungen in Frankreich, Großbritannien und Italien, die unterdessen jeweils über ein Jahr im Amt sind?
Frankreich: Jospins Drahtseilakt
Mogniss Abdalla : Das Kapital ist zufrieden
Mogniss Abdallah arbeitet in Paris in der linken Medienagentur »Agence IM’Média« Er unterstützt die Bewegung der »Sans Papier«, der papierlosen Einwanderer, und veröffentlichte zuletzt eine Untersuchung über das Verhältnis zwischen »Sans Papier« und Erwerbslosen.
Aus welcher Stimmung heraus und mit welchen Hoffnungen wurde die Jospin-Regierung gewählt?
Eduardo Galeano über Fußball, Macht und Politik
Gerechtigkeit gibt es nur in Fazendinha
Bekannt wurde der uruguayische Autor Eduardo Galeano vor allem als politischer Essayist und Chronist der sozialen Kämpfe Lateinamerikas („Die offenen Adern Lateinamerikas“ und „Erinnerung an das Feuer“). Vor einigen Monaten führten die Lateinamerika Nachrichten ein langes Interview mit Galeano über Utopien und soziale Widersprüche am Ende des Jahrhunderts (vgl. LN 282). Bei dieser Gelegenheit befragten wir ihn auch zu seinem Interesse für Fußball und seinem neuesten Werk, einer Chronik des Fußballs in Lateinamerika (siehe obige Rezension).
Linke Perspektiven: «Ich weigere mich, eine Ware zu sein»
Eduardo Galeano, 1940 in Montevideo, Uruguay, geboren, gilt als einer der bekanntesten politische Essayist Lateinamerikas. Weltberühmt wurde er mit seinem 1971 erschienenen Buch «Die offenen Adern Lateinamerikas», einer engagierten Analyse der Ausbeutung und Unterdrückung Lateinamerikas durch Kolonialismus und Neokolonialismus von der Eroberung des Subkontinents durch die Spanier bis zur konterrevolutionären Politik der USA in den sechziger Jahren dieses Jahrhunderts. Das Buch trug zur Politisierung einer ganzen Generation bei, noch heute wird es als Standardwerk betrachtet.
Interview mit Onecimo Hidalgo, Repräsentant der Conai (Comision Nacional de intermediacion)
Was will der mexikanische Staat?
Die Nationale Vermittlungskommission Conai wurde 1994 von Bischof Samuel Ruiz aus San Cristobal ins Leben gerufen, um die Verhandlungen zwischen Regierung und EZLN zu begleiten
Wie kann der mexikanische Innenminister Emilio Chauyffet weiter darauf beharren, es handele sich bei dem Massaker von Acteal um das Ergebnis von "interkommunitären" Konflikten? Schließlich besteht kaum mehr ein Zweifel daran, daß Mitglieder der Regierungspartei PRI in den Überfall paramilitärischer Gruppen involviert waren.
Interview mit Onecimo Hidalgo, Repräsentant der Conai (Comision Nacional de intermediacion)
Was will der mexikanische Staat?
Die Nationale Vermittlungskommission Conai wurde 1994 von Bischof Samuel Ruiz aus San Cristobal ins Leben gerufen, um die Verhandlungen zwischen Regierung und EZLN zu begleiten
Wie kann der mexikanische Innenminister Emilio Chauyffet weiter darauf beharren, es handele sich bei dem Massaker von Acteal um das Ergebnis von "interkommunitären" Konflikten? Schließlich besteht kaum mehr ein Zweifel daran, daß Mitglieder der Regierungspartei PRI in den Überfall paramilitärischer Gruppen involviert waren.
Interview mit Onecimo Hidalgo, Repräsentant der Conai (Comision Nacional de Intermediación)
„Der Krieg wird in den höchsten Sphären der Regierung geplant“
Die nationale Vermittlungskommission Conai wurde 1994 von Bischof Samuel Ruiz aus San Cristóbal ins Leben gerufen, um die Verhandlungen zwischen Regierung und EZLN zu begleiten. Durch ihre Arbeit konnte bisher auch in äußerst zugespitzten Situationen die Perspektive auf Dialogverhandlungen aufrechterhalten werden. In den letzten Monaten ist Bischof Ruiz das Ziel einer Kampagne von Regierungsinstitutionen und Militär, die ihn als Mitglied der EZLN bezeichen, und die im November ein Attentat gegen ihn organisiert haben.
Interview mit Eduardo Galeano
Wir sind mehr als Geld
Das Gespräch führten Dario Azzellini, Michael Krämer und Boris Kanzleiter
Herr Galeano, am Ende dieses Jahrhunderts klaffen die sozialen Widersprüche weltweit so sehr auseinander wie niemals zuvor in der Geschichte. Sind wir Gefangene eines Systems, das die Menschheit unausweichlich zugrunde richtet?
Die Regierung Fujimori befindet sich mit dem Rücken an der Wand Ein Interview mit Isaac Velazco, Europa-Repräsentant der MRTA
Schwächt die MRTA-Aktion Fujimori?
Während die einen die Besetzung der japanischen Botschafterresidenz für die Schlußpunktaktion der MRTA halten, sind andere fest vom Gegenteil überzeugt. An eine Schwächung des Fujimori-Regimes durch die MRTA glaubt auch Isaac Velazco. Seit ihrer Gründung gehört er der Bewegung an, im Februar 1988 wurde er vom peruanischen Militär verhaftet und anschließend gefoltert. Velazco gelang die Flucht aus dem Gefängnis, er lebte von diesem Zeitpunkt an im Untergrund. Nachdem die Polizei 1993 die Wohnung seiner Familie durchsuchte, beschloß die MRTA-Führung, Velazco nach Deutschland zu schleusen.




