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In erschreckender Deutlichkeit werden in dem Buch „Das Unternehmen Krieg“ die Rollen einiger nicht-staatlicher Akteure in sog. Neuen Kriegen (oder wie die Herausgeber es bezeichnen: in der Neuen Kriegsordnung) sowie deren Beziehungen untereinander und zu staatlichen Akteuren, transnationalen Unternehmen und internationalen Kriegs- und Friedensmissionen aufgezeigt. Neben allgemeinen Beiträgen zum Thema und solchen, die sich mit PMCs beschäftigen, gibt das Buch zahlreiche Fallbeispiele: zu privatisierter Kriegsführung in Kolumbien, zum Susurluk-Komplex in der Türkei, zu Paramilitarismus in Mexiko und Guatemala, zu Paramilitarismus und den „multiethnischen Kriegsgewinnlern“ im früheren Jugoslawien, zu Warlords und dem „Krieg gegen den Terror“ in Afghanistan, zu „militärischem Unternehmertum“ im Kongo und zur privaten Sicherheitsindustrie in Angola. Das Buch ist für politisch Interessierte generell lesenswert; Indonesien- und Osttimor-Interessierte finden darüber hinaus im Kapitel „Alte 'neue' Kriege. Die Privatisierung von Gewalt in Indonesien“ von Henri Myrttinen einen knappen, kritischen Überblick über „die staatlichen Sicherheitskräfte als private (Gewalt-) Unternehmer“ (S. 131) sowie über Milizengruppen in Osttimor, Aceh, Papua und den Molukken und ihre Verbindungen zum Militär. Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; einige zentrale Gruppierungen haben Erwähnung gefunden, andere, wie bspw. die berüchtigte Pemuda Pancasila, bleiben hingegen außer Acht. Aber auch in einem anderen Artikel des Buches findet sich ein Brückenschlag zu Osttimor: So wird etwa im Beitrag von Boris Kanzleiter darauf hingewiesen, dass eine der großen privaten Militärunternehmen, die DynCorp, von der US-Regierung im Rahmen der UN-Einsätze mit der Ausbildung von Polizisten u.a. in Osttimor beauftragt wurde (S. 188). Erschienen bei Assoziation A (e-mail: assoziation-a@t-online.de), 216 Seiten, 14 Euro http://home.snafu.de/watchin/Infodienst22.htm
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